Behandlung
mit dem Laserstrahl
Bei einigen Augenerkrankungen reicht eine medikamentöse Behandlung
allein nicht aus. In diesen Fällen musste früher oft eine Augenoperation
durchgeführt werden. Zwar kann auch heute nicht völlig auf chirurgische
Verfahren verzichtet werden, doch dank modernster Technik ist es
in den letzten Jahren immer häufiger möglich geworden, das Skalpell
gegen den Laserstrahl einzutauschen.
Was ist ein Laserstrahl?
Durch einen technischen Kunstgriff ist es gelungen, Licht, welches
normalerweise zahlreiche verschiedene und gegeneinander verschoben
laufende Wellenlängen besitzt, auf eine einzige Wellenlänge zu beschränken.
Hierdurch entsteht der exakt lenkbare und sehr energiereiche Laserstrahl,
der sogar Flächen, die kleiner als ein Hundertstelmillimeter sind,
nicht verfehlt. Wie ein normaler Lichtstrahl kann er Glas oder andere
durchsichtige Gegenstände durchdringen, ohne sie zu schädigen. Daher
kann er ohne Verletzung in das Augeninnere gelangen.
Wann wird der Laser eingesetzt?
Anfangs wurden nur Erkrankungen der Netzhaut mit dem Laser behandelt,
so zum Beispiel die Netzhautablösung. Durch die Weiterentwicklung
der Technik können heute jedoch auch bestimmte Formen des Grünen
Stars sowie der sogenannte Nachstar, eine Trübung der Linsenkapsel
nach durchgeführter Operation des Grauen Stars, erfolgreich behandelt
werden. Seit kurzer Zeit werden auch stark ausgeprägte Fehlsichtigkeiten
mittels eines Lasers korrigiert.
Wie wird behandelt?
Eine Laserbehandlung kann meist ambulant in einer Augenklinik
oder einer hierfür ausgestatteten Augenarztpraxis durchgeführt werden.
Oft wird die Pupille vor dem Eingriff medikamentös erweitert. Die
Behandlung ist meist schmerzfrei. Bis sich jedoch ihre volle Wirkung
zeigt, dauert es einige Tage bis Wochen. In dieser Hellungsphase
sollten Sie unbedingt die Ratschläge Ihres Augenarztes befolgen!
© Dr. Peter M. Königs
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